Arbeit mit dem Pferd: Stillstehen
Tierarten werden erst dadurch zum Haustier, indem sie einige Befehle erlernen. Menschen müssen die Tiere kontrollieren können, damit diese keine Gefahr für andere Personen, Tiere oder einem selbst sind.
Das Stillstehen ist eine der Grundlagen für ein Pferd. Es gibt zahlreiche Situationen, wo genau dieser Befehl nötig ist. Beim Weg vorbei an Hunden kann es ratsam sein, wenn die Hunde für dominantes Verhalten bekannt sind oder auch, wenn das Pferd sich mit den Hunden nicht versteht. Auch beim Tierarzt ist es angebracht, dass das Pferd still steht. Denn eine Untersuchung geht viel leichter von der Hand, wenn das Tier alles brav über sich ergehen lässt. Beim Hufschmied ist es das gleiche Prozedere. Wird ein neuer Huf angebracht, ist ein hektisches Pferd nicht zu gebrauchen. Auf auch beim Putzen oder Satteln hat es nur Vorteile, wenn das Pferd still hält. Dennoch ist es so, dass Pferde das Stillstehen erst noch lernen müssen. Es sind sog. Fluchttiere, die von Natur aus daran gewöhnt sind, vor einer Gefahr davonzulaufen.
Merken Sie beim Führen, dass das Tier unruhig wird, können Sie dies mit dem Kommando “steh” unterbinden. Gleichzeitig muss jedoch auch ein Ruck am Strick erfolgen, damit das weiß, was von ihm gefordert wird. Versuchen Sie jedoch nicht sich mit der Kraft Ihres Pferdes zu messen – Sie würden wahrscheinlich unterliegen. Loben Sie das Tier, wenn es tut, was von ihm erwartet wird. Irgendwann ist dann kein Ziehen am Strick mehr erforderlich. Es reicht das Kommando “steh” und das Pferd verharrt auf seiner Position.
Die Pferdebeine schonen
Pferde sind besonders große und auch schwere Säugetiere. Dennoch können sie beim Laufen eine unglaubliche Geschwindigkeit erreichen. Da das Gewicht des Oberkörpers auf die vier Beine verteilt wird, hält sich die Belastung normalerweise in Grenzen. Sollte das Tier jedoch einmal falsch auftreten oder sich schon zuvor verletzt haben, kann es sehr schmerzhaft sein. Um dem Tier Entlastung zu geben – auch wenn es noch nicht verletzt ist – können diverse Bandagen oder auch Gamaschen verwendet werden.
Die Bandagen schonen die Sehnen sehr stark und halten dabei auch noch die Pferde sauber. Die Beugesehne kann dadurch perfekt entlastet werden. Weiterhin machen Bandagen einen sehr schicken Eindruck. Es ist beinahe zu vergleichen mit einem Ohrring oder einer Brosche beim Menschen. Leider kostet das Bandagieren wertvolle Zeit und sollte es nicht ordentlich gemacht werden, können sich die Bandagen lösen. In diesem Fall ist es sehr gefährlich für das Tier. Sollten die Bandagen noch an dem einen Bein hängen, können sie dennoch schon mit dem anderen drauftreten. Hier muss ganz sicher kontrolliert werden, dass die Bandagen auch halten.
Bei den Gamaschen wird ein umfassender Schutz vor Schlägen geboten. Sie sind auch wesentlich einfacher anzubringen, als die Bandagen. Auch der Schutz vor Wasser ist hör und die Unfallgefahr geringer. Dafür sind aber auch die Vorteile für das Tier geringer. Gamaschen schützen die Sehnen lange nicht so gut, wie die Bandagen. Weiterhin können auch Scheuerstellen auftreten. Es sollte von Pferd zu Pferd entschieden werden, ob die Gamaschen oder die Bandagen die besser Lösung sind. Ein Profi kann Sie über dieses Thema und über Sättel beraten.